Hausameisen: Unterschied zwischen den Versionen

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In Haus und Garten sind Ameisen meist weniger gern gesehen. Besonders einige Arten der Wegameisen gelten oft als Schädlinge. Die Schwarze Wegameise dringt auf der Suche nach zuckerhaltiger Nahrung auch in Wohnräume ein. Ihre Bautätigkeit in den Fugen von Gehwegplatten ist dagegen eher lästig als schädlich zu bezeichnen. Wegameisen ernähren sich zum großen Teil vom Honigtau der Blattläuse. Um diese Nahrungsquelle zu erhalten, schützen die Ameisen die Blattlauskolonien, indem sie Fressfeinde bekämpfen und vertreiben. Ein wesentlich ernsterer Schädling ist die weltweit verschleppte Art [[Monomorium pharaonis]] (Pharaoameise). Sie baut ihre Nester in versteckte Ritzen in menschlichen Behausungen und ist nur schwer zu bekämpfen. Einige Arten, speziell Rossameisen ([[Camponotus]] sp.), bauen ihre Nester im Totholz und können dadurch auch als Holzschädlinge auftreten.
Der Begriff der "Schadameise" entstammt der Tatsache, dass Ameisen in Haus und Garten meist weniger gern gesehen sind. Besonders einige Arten der Wegameisen gelten oft als Schädlinge. Die [[Lasius niger|Schwarze Wegameise]] dringt auf der Suche nach zuckerhaltiger Nahrung auch in Wohnräume ein. Ihre Bautätigkeit in den Fugen von Gehwegplatten ist dagegen eher lästig als schädlich zu bezeichnen. Wegameisen ernähren sich zum großen Teil vom Honigtau der Blattläuse. Um diese Nahrungsquelle zu erhalten, schützen die Ameisen die Blattlauskolonien, indem sie Fressfeinde bekämpfen und vertreiben. Ein wesentlich ernsterer Schädling ist die weltweit verschleppte Art [[Monomorium pharaonis]] (Pharaoameise). Sie baut ihre Nester in versteckte Ritzen in menschlichen Behausungen und ist nur schwer zu bekämpfen. Einige Arten, speziell Rossameisen ([[Camponotus]] sp.), bauen ihre Nester im Totholz und können dadurch auch als Holzschädlinge auftreten.


=== Siehe auch ===
Hierbei kann zwischen mehreren Ebenen der Schädigung unterschieden werden, die sich nicht gegenseitig ausschließen:
*das Auftreten der Tiere als Lästlinge, z. B. bei einem Picknick im Grünen oder im eigenen Garten; hier kommen alle Arten in Frage, die sowohl verbreitet als auch einigermaßen volkreich sind
*die gesundheitliche Schädigung durch Stiche oder die Übertragung von Krankheitserregern
*kleinräumig entstehender finanzieller Schaden, beispielsweise die Schädigung von Holzblaken im Dachstuhl
*Veränderung von Ökosystemen durch [[invasive Arten]]
 
 
==Liste von "Schadameisen"==
*[[Camponotus herculeanus]] und
*[[Camponotus ligniperdus]] werden bei gehäuftem Auftreten in Wäldern als Forstschädlinge angesehen; können auch Bausubstanz (Dachbalken z. B.) schädigen
*[[Lasius brunneus]] nistet in Tot- und lebendem Holz und kann darin weitere Gänge anlegen
*[[Lasius emarginatus]] siedelt fast nur in beispielsweise durch Pilze vorgeschädigtem Totholz oder in Hausmauern
 
==[[Invasive Arten]]==
*[[Anoplolepis gracilipes]]
*[[Myrmica rubra]] in Nordamerika <ref>http://entomology.ifas.ufl.edu/creatures/urban/ants/Myrmica_ruba.htm</ref>
*[[Lasius neglectus]]
*[[Linepithema humile]]
*[[Monomorium pharaonis]]
*[[Solenopsis invicta]]
*[[Tapinoma melanocephalum]]
*[[Invasive Arten:Beispiel1|Tetramorium tsushimae]]
*[[Wasmannia auropunctata]]
 
==Siehe auch==
*[[Schadameisen im 16. und 18. Jahrhundert]]
*[[Schadameisen im 16. und 18. Jahrhundert]]
*[[Schadameisen:Beispiel1|Pheidole als Schadameise]]
*[[Schadameisen:Beispiel1|Pheidole als Schadameise]]
==Einzelnachweise==
<references/>

Version vom 3. April 2011, 17:53 Uhr

Der Begriff der "Schadameise" entstammt der Tatsache, dass Ameisen in Haus und Garten meist weniger gern gesehen sind. Besonders einige Arten der Wegameisen gelten oft als Schädlinge. Die Schwarze Wegameise dringt auf der Suche nach zuckerhaltiger Nahrung auch in Wohnräume ein. Ihre Bautätigkeit in den Fugen von Gehwegplatten ist dagegen eher lästig als schädlich zu bezeichnen. Wegameisen ernähren sich zum großen Teil vom Honigtau der Blattläuse. Um diese Nahrungsquelle zu erhalten, schützen die Ameisen die Blattlauskolonien, indem sie Fressfeinde bekämpfen und vertreiben. Ein wesentlich ernsterer Schädling ist die weltweit verschleppte Art Monomorium pharaonis (Pharaoameise). Sie baut ihre Nester in versteckte Ritzen in menschlichen Behausungen und ist nur schwer zu bekämpfen. Einige Arten, speziell Rossameisen (Camponotus sp.), bauen ihre Nester im Totholz und können dadurch auch als Holzschädlinge auftreten.

Hierbei kann zwischen mehreren Ebenen der Schädigung unterschieden werden, die sich nicht gegenseitig ausschließen:

  • das Auftreten der Tiere als Lästlinge, z. B. bei einem Picknick im Grünen oder im eigenen Garten; hier kommen alle Arten in Frage, die sowohl verbreitet als auch einigermaßen volkreich sind
  • die gesundheitliche Schädigung durch Stiche oder die Übertragung von Krankheitserregern
  • kleinräumig entstehender finanzieller Schaden, beispielsweise die Schädigung von Holzblaken im Dachstuhl
  • Veränderung von Ökosystemen durch invasive Arten


Liste von "Schadameisen"

Invasive Arten

Siehe auch

Einzelnachweise