Pheidole spathifera

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Pheidole spathifera
Minor-Arbeiterin von Pheidole spathiferaMinor-Arbeiterin von Pheidole spathifera
Systematik
Unterfamilie: Myrmicinae
Gattung: Pheidole
Art: Pheidole spathifera
Weitere Informationen
Verbreitung: Ost-, Süd- und Südostasien
Gründung: claustral
Königinnen: monogyn
Wissenschaftlicher Name
Pheidole spathifera

(Forel, 1902)

Pheidole spathifera gehört zur Unterfamilie Myrmicinae.

Merkmale[Bearbeiten]

Größe und Farbe[Bearbeiten]

Minor- und Major-Arbeiterin (Soldat) von Pheidole spathifera bei der Trophallaxis

Die Königinnen sind 7 – 8 mm und die Arbeiterinnen 3 – 6 mm groß. Letztere unterscheiden sich teils sehr stark in Größe und Aussehen (Polymorphismus). Bei der Gattung Pheidole nennt man die Major-Arbeiterinnen auch Soldaten.

Die Ameisen sind rotbraun - braun gefärbt.

Verhalten[Bearbeiten]

Die Arbeiterinnen weisen wie die meisten Pheidole Arten eine besonders schnelle Rekrutierung auf. So genügt eine einzelne heimkehrende Arbeiterin, um einen Strom neuer Arbeiterinen zur Futterstelle auszulösen. Allerdings ist ihr Rekrutierungsverhalten etwas zurückhaltender als bei Pheidole pallidula. Gerade Soldaten erscheinen bei kleinen Kolonien eher seltener an der Futterstelle. Bei großen Kolonien hingegen werden auch die Soldaten massig rekrutiert.

Koloniegröße[Bearbeiten]

Es kann leider keine Angabe gemacht werden, wie groß die Kolonien werden. Pro Nest gibt es meist nur eine Königin (Monogynie).

Winterruhe[Bearbeiten]

Diese Art hält keine Winterruhe. Es kann aber vorkommen, dass die Art ab und an Ruhephasen einlegt in denen sie weniger aktiv sind und auch weniger Brut aufziehen.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Verbreitung[Bearbeiten]

Pheidole spathifera kommt in Ost-, Süd- und Südostasien vor. [1]

Lebensraum[Bearbeiten]

Pheidole spathifera legen Nester in der Erde an.

Nahrung[Bearbeiten]

Als Nahrung dienen hauptsächlich andere Insekten. Allerdings werden auch tote Säugetiere und Reptilien nicht verschmäht. Sie ernähren sich also zoophag. Wie alle Pheidole-Arten ist auch Pheidole spathifera granivor, also ernährt sich von Körnern und Nüssen. Daneben werden auch zuckerhaltige Flüssigkeiten aufgenommen, ob sie auch Trophobiose mit Blattläusen eingeht, ist nicht bekannt.

Schwarmflug und Koloniegründung[Bearbeiten]

Es kann leider keine Angabe hierzu gemacht werden.

Haltung[Bearbeiten]

Schwierigkeit[Bearbeiten]

Pheidole spathifera ist einfach bis mittelschwer zu halten.

Temperatur[Bearbeiten]

Zwar kommt Pheidole spathifera aus den Tropen, doch ist sie deutlich weniger wärmeliebend wie Pheidole pallidula. Während letzere beispielsweise ihre Brut direkt an die Glasscheibe trägt, die von einer Wärmematte aufgewärmt wird, meidet Pheidole spathifera diese besonders warmen Stellen.

Ob man nun das Nest extra aufheizt sollte jeder selber entscheiden, es ist aber nicht zwingend nötig. Auf keinen Fall darf das Nest allerdings insgesamt zu stark aufgeheizt werden, da die Ameisen ansonsten keine Rückzugsmöglichkeiten in kühlere Bereiche haben.

Feuchtigkeit[Bearbeiten]

Das Nest muss immer feucht sein, die Arena kann trocken bleiben.

Nest[Bearbeiten]

Erdnester, Gipsnester oder Porenbeton-Nester sind geeignete Nester für diese Art.

Nahrung[Bearbeiten]

Pheidole spathifera Arbeiterinnen zerlegen Walnusskerne

Die Nahrung besteht wie auch in der Natur zu einem großen Teil aus Insekten. Gerade, wenn viel Brut vorhanden ist, werden sehr große Mengen vertilgt. Am Anfang sollten eher kleinere Insekten verfüttert werden. Ist die Kolonie allerdings groß, so zerlegen sie noch so große Futtertiere ohne Probleme.

Nüsse (insbesondere Walnusskerne) werden sehr gerne angenommen. Zerquetscht man die Nusskerne leicht, kann man beobachten, wie die Arbeiterinnen das Öl aufsaugen und anschließend die Nusskerne zerlegen.

Am Anfang gehen die Arbeiterinnen selten an Zuckerwasser oder Honig, mit zunehmender Koloniegröße wächst jedoch das Interesse und es wird auch Zuckerwasser gerne angenommen.

Zubehör[Bearbeiten]

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist eine zusätzliche Wärmequelle wohl nicht unbedingt erforderlich. Sollte man sich jedoch für eine entscheiden, so kann das z. B. eine Lampe sein, die das Nest erwärmt, oder auch eine Heizmatte. In den warmen Sommermonaten und je nach Temmperatur im Ameisenzimmer ist eine zusätzliche Wärmequelle nicht nötig.

Entwicklungsdauer[Bearbeiten]

Es kann leider keine Angabe hierzu gemacht werden.

Haltungsberichte[Bearbeiten]

Haltungsbericht von Holger Barnack im Eusozial.de Forum

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ^ AntWiki