Thigmotaxis: Unterschied zwischen den Versionen

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(Griech.: ''to thigma'' – die Berührung; ''he taxis'' – Anordnung, Stellung)
 
(Griech.: ''to thigma'' – die Berührung; ''he taxis'' – Anordnung, Stellung)
  
Bestreben von Organismen, sich an berührende Flächen anzuschmiegen, auch aneinander die Berührung zu suchen. Ruhende Ameisen suchen oft Körperkontakt untereinander im Nest, sowie Kontakt zu Nestwänden etc. Aus diesem Grund sollten Kunstnester (Reagenzglas, Kammern in Gips, Ytong, Holz u. a.) nicht übermäßig weit sein. Die reiche Beborstung der meisten Ameisen auf Kopf, Thorax und Gaster liefert einerseits sensorische Informationen über bestehende Kontakte, verhindert andererseits zu enge Kontakte, etwa zu feuchten Wandflächen.
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'''Thigmotaxis''' beschreibt das Bestreben von Organismen, sich an berührende Flächen anzuschmiegen, auch aneinander die Berührung zu suchen. Besonders bekannt ist dieses Verhalten bei Schaben, die sich bevorzugt in engen Spalten aufhalten, und Termiten.<ref>William J. Bell, Louis M. Roth, Christine A. Nalepa 2007: Cockroaches - Ecology, Behavior, and Natural History; Johns Hopkins University Press, Baltimore; S. 45, S. 152</ref> Ruhende Ameisen suchen oft Körperkontakt untereinander im Nest, sowie Kontakt zu Nestwänden etc. Aus diesem Grund sollten [[Kunstnester]] (Reagenzglas, Kammern in Gips, Ytong, Holz u. a.) nicht übermäßig weit sein. Die reiche Beborstung der meisten Ameisen auf Kopf, Thorax und Gaster liefert einerseits sensorische Informationen über bestehende Kontakte, verhindert andererseits zu enge Kontakte, etwa zu feuchten Wandflächen.
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==Einzelnachweise==
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[[Kategorie:Fachbegriffe]]
 
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Version vom 1. April 2012, 18:10 Uhr

(Griech.: to thigma – die Berührung; he taxis – Anordnung, Stellung)

Thigmotaxis beschreibt das Bestreben von Organismen, sich an berührende Flächen anzuschmiegen, auch aneinander die Berührung zu suchen. Besonders bekannt ist dieses Verhalten bei Schaben, die sich bevorzugt in engen Spalten aufhalten, und Termiten.[1] Ruhende Ameisen suchen oft Körperkontakt untereinander im Nest, sowie Kontakt zu Nestwänden etc. Aus diesem Grund sollten Kunstnester (Reagenzglas, Kammern in Gips, Ytong, Holz u. a.) nicht übermäßig weit sein. Die reiche Beborstung der meisten Ameisen auf Kopf, Thorax und Gaster liefert einerseits sensorische Informationen über bestehende Kontakte, verhindert andererseits zu enge Kontakte, etwa zu feuchten Wandflächen.

Einzelnachweise

  1. ^ William J. Bell, Louis M. Roth, Christine A. Nalepa 2007: Cockroaches - Ecology, Behavior, and Natural History; Johns Hopkins University Press, Baltimore; S. 45, S. 152