Bearbeiten von „Pushen“

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Außer der Aktivität gibt es noch andere Gründe weshalb man schnell auf eine größere Anzahl an Arbeiterinnen kommen will. Gerade bei Zuchtversuchen von Ameisen macht es Sinn zu pushen, wenn man dadurch die Zeit bis zur Produktion der ersten Geschlechtstiere um 1 oder 2 Jahre verkürzen kann. So wird pushen teilweise auch im wissenschaftlichen Rahmen praktiziert (siehe A. Buschinger, Eine Methode zur Zucht der Gastameise ''Formicoxenus nitidus'' mit ''Leptothorax acervorum'' als Wirtsameise, Insectes Sociaux, Paris, Volume 23 no3 , 1976, pp. 205–214).
 
Außer der Aktivität gibt es noch andere Gründe weshalb man schnell auf eine größere Anzahl an Arbeiterinnen kommen will. Gerade bei Zuchtversuchen von Ameisen macht es Sinn zu pushen, wenn man dadurch die Zeit bis zur Produktion der ersten Geschlechtstiere um 1 oder 2 Jahre verkürzen kann. So wird pushen teilweise auch im wissenschaftlichen Rahmen praktiziert (siehe A. Buschinger, Eine Methode zur Zucht der Gastameise ''Formicoxenus nitidus'' mit ''Leptothorax acervorum'' als Wirtsameise, Insectes Sociaux, Paris, Volume 23 no3 , 1976, pp. 205–214).
  
Ein triftiger Grund ist das Pushen bei Königinnen, bei denen die Gründung  (aufgrund von Haltungsfehlern) gescheitert ist. Durch die erste (fehlgeschlagene) Gründung hat die Gyne viele Reserven verloren, sodass das Gelingen einer zweiten Gründung insbesondere bei claustral gründenden Arten eher unwahrscheinlich ist. Hier ist das Pushen vermutlich eine sinnvolle Methode, die Königin dennoch zur Koloniegründung zu bringen und sie dadurch zu retten. Klar ist auch, dass Pushen hier keinen Sinn macht, wenn die Gründung aufgrund von anderen Umständen (z. B. bei einer unbegatteten Königin) nicht erfolgt. Auch bei sozialparasitär gründenden Arten ist das Pushen unter Umständen die einzige Möglichkeit, der Königin zu einer erfolgreichen Koloniegründung zu verhelfen, wenn man nicht eine ganze Kolonie der Wirtsart opfern möchte.
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Ein vermutlich sinnvoller Grund ist das Pushen bei Königinnen, bei denen die Gründung  (aufgrund von Haltungsfehlern) gescheitert ist. Durch die erste (fehlgeschlagene) Gründung hat die Gyne viele Reserven verloren, sodass das Gelingen einer zweiten Gründung insbesondere bei claustral gründenden Arten eher unwahrscheinlich ist. Hier ist das Pushen vermutlich eine sinnvolle Methode, die Königin dennoch zur Koloniegründung zu bringen und sie dadurch zu retten. Klar ist auch, dass Pushen hier keinen Sinn macht, wenn die Gründung aufgrund von anderen Umständen (z. B. bei einer unbegatteten Königin) nicht erfolgt. Auch bei sozialparasitär gründenden Arten ist das Pushen unter Umständen die einzige Möglichkeit, der Königin zu einer erfolgreichen Koloniegründung zu verhelfen, wenn man nicht eine ganze Kolonie der Wirtsart opfern möchte.
  
 
Diese Pro- und Kontra Argumente sollten jedem helfen, sich eine eigene Meinung über die Thematik zu verschaffen. Da gerade Einsteiger in der Ameisenhaltung oft nach Pushen fragen, da ihnen ihre kleine Kolonie zu langweilig erscheint, soll an dieser Stelle nochmal empfohlen werden sich in Geduld zu üben. Gerade im Rückblick ist dies auch eine sehr interessante Zeit und gerade bei der ersten Kolonie ist es empfehlenswert, die natürliche Entwicklung und Lebensweise zu beobachten, was bei gepushten Kolonien oftmals nicht mehr möglich ist.
 
Diese Pro- und Kontra Argumente sollten jedem helfen, sich eine eigene Meinung über die Thematik zu verschaffen. Da gerade Einsteiger in der Ameisenhaltung oft nach Pushen fragen, da ihnen ihre kleine Kolonie zu langweilig erscheint, soll an dieser Stelle nochmal empfohlen werden sich in Geduld zu üben. Gerade im Rückblick ist dies auch eine sehr interessante Zeit und gerade bei der ersten Kolonie ist es empfehlenswert, die natürliche Entwicklung und Lebensweise zu beobachten, was bei gepushten Kolonien oftmals nicht mehr möglich ist.
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