Platyarthrus: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Die Ameisenassel, Platyarthrus hoffmannseggii.'''
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[[Bild:Lasius_psammophilus_worker_and_larvae.jpg|thumb|200px|Jungtier von ''Platyarthrus hoffmannseggii'' (mittig links oben) im Nest von ''[[Lasius psammophilus]]'']]
  
Unter den zahllose Arten von Wirbellosen, Insekten, [[Milben]], Fadenwürmern  usw., finden sich in Ameisennestern oft auch Asseln, die zu den Krebstieren (Crustacea) gehören.
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[[Bild:Platyarthrus_hoffmannseggii.JPG|thumb|200px|''Platyarthrus hoffmannseggii'', Ober- und Unteransicht]]
  
Besonders auffällig sind die weißen, augenlosen Arten der Gattung Platyarthrus, die fast ausschließlich in Ameisennestern leben. Die häufigste Art bei uns ist Platyarthrus hoffmannseggii.
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'''Die Ameisenassel, ''Platyarthrus hoffmannseggii''.'''
  
Die Tiere gelten als Ameisengäste, die sich in den Nestern verschiedener bodenlebender Ameisen-Gattungen und –Arten frei bewegen können, ohne angegriffen zu werden. Sie ernähren sich von Abfällen und Kot der Ameisen.
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Unter den zahllose Arten von Wirbellosen, Insekten, [[Milben]], Fadenwürmern  usw., finden sich in [[Ameisennest]]ern oft auch Asseln, die zu den Krebstieren (Crustacea) gehören.
  
Ameisenhalter bemühen sich gelegentlich, die Asseln in ihre Formikarien einzusetzen, damit sie diese sauber halten. Ob das langfristig funktioniert, sei dahin gestellt. Sie sind zumindest sehr empfindlich gegen Trockenheit.
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Besonders auffällig sind die weißen, augenlosen Arten der Gattung ''Platyarthrus'', die fast ausschließlich in Ameisennestern leben. Die häufigste Art bei uns ist ''Platyarthrus hoffmannseggii''.
  
Hier ist eine neuere Arbeit aus Belgien, in der gezeigt wird, dass einheimische Ameisenasseln (und eine Collembolen-Art) sich mit der auch dort nun eingeschleppten invasiven Ameise [[Lasius neglectus]] assoziiert haben. Die Arbeit kann man komplett downloaden:
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Die Tiere gelten als [[Ameisengäste]], die sich in den Nestern verschiedener bodenlebender Ameisen-Gattungen und –Arten frei bewegen können, ohne angegriffen zu werden. Sie ernähren sich von Abfällen und Kot der Ameisen.
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Hier ist eine neuere Arbeit aus Belgien, in der gezeigt wird, dass einheimische Ameisenasseln (und eine Collembolen-Art) sich mit der auch dort nun eingeschleppten invasiven Ameise ''[[Lasius neglectus]]'' assoziiert haben. Die Arbeit kann man komplett downloaden:
  
 
DeKoninck, W., Lock, K. & Janssen, F. (2007): Acceptance of two native myrmecophilous species, Platyarthrus hoffmannseggii (Isopoda: Oniscidea) and Cyphoderus albinus (Collembola: Cyphoderidae) by the introduced invasive garden ant Lasius neglectus (Hymenoptera: Formicidae) in Belgium. Eur. J. Entomol. 104: 159–161
 
DeKoninck, W., Lock, K. & Janssen, F. (2007): Acceptance of two native myrmecophilous species, Platyarthrus hoffmannseggii (Isopoda: Oniscidea) and Cyphoderus albinus (Collembola: Cyphoderidae) by the introduced invasive garden ant Lasius neglectus (Hymenoptera: Formicidae) in Belgium. Eur. J. Entomol. 104: 159–161
 
http://www.eje.cz/scripts/viewabstract.php?abstract=1211
 
http://www.eje.cz/scripts/viewabstract.php?abstract=1211
  
Das Literaturverzeichnis führt zu zahlreichen weiteren Veröffentlichungen u.a. über Ameisenasseln und über die invasive Lasius neglectus.
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Das Literaturverzeichnis führt zu zahlreichen weiteren Veröffentlichungen u.a. über Ameisenasseln und über die invasive ''Lasius neglectus''.
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==

Aktuelle Version vom 25. April 2014, 20:13 Uhr

Jungtier von Platyarthrus hoffmannseggii (mittig links oben) im Nest von Lasius psammophilus
Platyarthrus hoffmannseggii, Ober- und Unteransicht

Die Ameisenassel, Platyarthrus hoffmannseggii.

Unter den zahllose Arten von Wirbellosen, Insekten, Milben, Fadenwürmern usw., finden sich in Ameisennestern oft auch Asseln, die zu den Krebstieren (Crustacea) gehören.

Besonders auffällig sind die weißen, augenlosen Arten der Gattung Platyarthrus, die fast ausschließlich in Ameisennestern leben. Die häufigste Art bei uns ist Platyarthrus hoffmannseggii.

Die Tiere gelten als Ameisengäste, die sich in den Nestern verschiedener bodenlebender Ameisen-Gattungen und –Arten frei bewegen können, ohne angegriffen zu werden. Sie ernähren sich von Abfällen und Kot der Ameisen.

Ameisenhalter bemühen sich gelegentlich, die Asseln in ihre Formikarien einzusetzen, damit sie diese sauber halten. Ob das langfristig funktioniert, sei dahin gestellt. Sie sind zumindest sehr empfindlich gegen Trockenheit.

Hier ist eine neuere Arbeit aus Belgien, in der gezeigt wird, dass einheimische Ameisenasseln (und eine Collembolen-Art) sich mit der auch dort nun eingeschleppten invasiven Ameise Lasius neglectus assoziiert haben. Die Arbeit kann man komplett downloaden:

DeKoninck, W., Lock, K. & Janssen, F. (2007): Acceptance of two native myrmecophilous species, Platyarthrus hoffmannseggii (Isopoda: Oniscidea) and Cyphoderus albinus (Collembola: Cyphoderidae) by the introduced invasive garden ant Lasius neglectus (Hymenoptera: Formicidae) in Belgium. Eur. J. Entomol. 104: 159–161 http://www.eje.cz/scripts/viewabstract.php?abstract=1211

Das Literaturverzeichnis führt zu zahlreichen weiteren Veröffentlichungen u.a. über Ameisenasseln und über die invasive Lasius neglectus.

Weblinks[Bearbeiten]