Leptothorax acervorum: Unterschied zwischen den Versionen

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Ein Beitrag zur Larvenernährung bei ''L. acervorum'' (mit Bildern) findet sich hier: [[Ernährung von Larven]].
 
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'''Leptothorax acervorum: Funktionell monogyne Populationen'''
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In Randgebieten des Areals von L. acervorum gibt es Populationen mit funktioneller Monogyne (vgl. Leptothorax gredleri). Ein Volk enthält stets nur eine fertile Königin, kann daneben aber mehrere begattete Weibchen haben, die zum Teil nach einer Überwinterung unter Ausbildung von Dominanzhierarchien aus dem Nest gedrängt werden, zum Teil auch für längere Zeit im Nest bleiben. Bekannt sind solche Populationen aus Alaska, aus Nord-Japan und aus den Gebirgen in Spanien. Letztere wurden in mehreren Untersuchungen in jüngerer Zeit ausgiebig untersucht, z.B. in der folgenden Arbeit:
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http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/276/1677/4423.full.pdf

Version vom 25. Februar 2011, 21:53 Uhr

Leptothorax acervorum
L. acervorum ArbeiterinnenL. acervorum Arbeiterinnen
Systematik
Unterfamilie: Myrmicinae
Gattung: Leptothorax
Art: Leptothorax acervorum
Weitere Informationen
Habitat: Totholz meist Mischwald; Steinspalten und andere kleine Hohlräume
Gründung: semiclaustral
Königinnen: polygyn
max. Koloniegröße: meist 200
Wissenschaftlicher Name
Leptothorax acervorum

(Fabricius, 1793)

Leptothorax acervorum (Unterfamilie Myrmicinae) ist eine der häufigsten Ameisenarten in Mittel- und Nordeuropa. Sie ist über ganz Eurasien verbreitet und kommt auch in Kanada und Alaska vor (wobei die Artzugehörigkeit der dortigen "L. acervorum" noch etwas zweifelhaft ist). Laut Seifert 2007 kommt L. acervorum des Weiteren bis 150 km jenseit der Baumgrenze der Arktis vor, und stellt im Lena-Delta im Ust-Lenski-Reservat bei 73° Nord das nördlichste Ameisenvorkommen der Welt.

Die meist relativ kleinen Völker (bis ca. 200 Adulte, selten auch bis gegen 1.500) leben meist in Totholz am Boden lichter Wälder. Mancherorts sind sie auch in Gesteinsspalten anzutreffen.

Als Nahrung dienen kleine Arthropoden sowie von Baumläusen abgespritzter Honigtau. Trophobiose mit Pflanzenläusen gibt es nicht.

Die Art ist "fakultativ polygyn", d. h. dass manche Nester nur eine, andere zwei oder mehr reproduktive Königinnen enthalten. Durch Präparation ließ sich nachweisen, dass auch in ältere Völker immer wieder neue Jungköniginnen aufgenommen werden. Jedoch machen die Tiere einen Hochzeitsflug, so dass das Verpaaren von Jungtieren im Labor nicht gelingt. (Das ist übrigens anders bei einer spanischen Population derselben Art, deren Weibchen am Boden "sterzeln" und sich gezielt im Labor verpaaren lassen.)

In einem Flugzelt von ca. 2 m Höhe mit entsprechenden Licht- und Temperaturbedingungen wurden gegen 200 Jungweibchen von L. acervorum aus Deutschland und ebenso viele Männchen eingesetzt um sie „fliegen“ zu lassen. Der Apparat war dicht, und am Ende der Flugaktivitäten konnten alle Weibchen wieder gefunden werden, fast alle entflügelt. Sie alle wurden seziert, aber nur ganze 2 (zwei!) hatten Sperma im Receptaculum seminis! Der Rest war unbegattet. http://www.ameisenforum.de/265697-post8.html

Leptothorax acervorum ist die einzige Wirtsart für drei arbeiterlose Sozialparasiten, Leptothorax goesswaldi, L. kutteri, L. pacis, sowie die Hauptwirtsart für den Sklaven haltenden Harpagoxenus sublaevis.

Die Tiere lieben Tagestemperatur-Rhythmen (im Sommer nachts 15-20° C, tagsüber mehr als 30° C, sie vertragen kurzfristig 52° C! Im Winter geht's am besten mit tags 10° C, nachts Null oder -1° C; bis minus 27° C wird locker vertragen). Unter geeigneten Temperaturprogrammen sind sie mit 6 Wochen Winter zufrieden, und es lassen sich in verkürzten Jahreszyklen bis zu dreimal im Jahr Geschlechtstiere produzieren (statt einmal in der Natur).

Ein Beitrag zur Larvenernährung bei L. acervorum (mit Bildern) findet sich hier: Ernährung von Larven.

Leptothorax acervorum: Funktionell monogyne Populationen

In Randgebieten des Areals von L. acervorum gibt es Populationen mit funktioneller Monogyne (vgl. Leptothorax gredleri). Ein Volk enthält stets nur eine fertile Königin, kann daneben aber mehrere begattete Weibchen haben, die zum Teil nach einer Überwinterung unter Ausbildung von Dominanzhierarchien aus dem Nest gedrängt werden, zum Teil auch für längere Zeit im Nest bleiben. Bekannt sind solche Populationen aus Alaska, aus Nord-Japan und aus den Gebirgen in Spanien. Letztere wurden in mehreren Untersuchungen in jüngerer Zeit ausgiebig untersucht, z.B. in der folgenden Arbeit:

http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/276/1677/4423.full.pdf