Belüftung

Aus Ameisenwiki
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Eine ausreichende Belüftung der Arena ist sehr wichtig, da Futterreste schimmeln können, wenn die notwendige Luftzirkulation fehlt. Je nach Ausbruchsicherung kommen dabei verschiedene Möglichkeiten in Frage.

Wenn luftdichte Deckel vorhanden sind, so empfiehlt es sich, einen Teil des Deckels auszuschneiden und mit Metallgaze abzudecken. Je nach Ameisenart muss die Gaze entsprechend fein sein. Für Lasius niger kann z. B. Gaze mit einer Maschenweite von 0,25 mm verwendet werden.

Zusätzlichen Luftaustausch kann man mit kleinen Lüftern zum Beispiel aus dem PC-Bau erreichen. Kleine 80 mm-Gehäuselüfter gibt es schon ab 2 Euro. Es ist besser, den Lüfter die Luft aus dem Formikarium absaugen zu lassen als einen stetigen Luftstrom in das Formikarium zu blasen.

Bei Problemen mit Bodenschimmel können Luftausströmer wie man sie aus dem Aquariumbau kennt eine sinnvolle Erweiterung sein. Schimmel kann unter anderem auftreten wenn Farm und Arena kombiniert werden oder Bepflanzung verwendet wird.

Kohlenstoffdioxid im Formikarium[Bearbeiten]

Im Antfarm’s Message Board beklagte sich ein Ameisenhalter, dass sich das Wasser im Wassertank seines Reagenzglases erst rot, dann gelb verfärbt habe. Plötzlich lagen alle Ameisen (Camponotus sp.) fast regungslos am „Korkstopfen“.

Nach Öffnen und Umfüllen in ein neues Reagenzglas erholten sich die Tiere rasch.

Die Ursache für den „Scheintod“ war mit hoher Wahrscheinlichkeit CO2 (Kohlendioxid), das bei der Atmung von Ameisen, von Schimmel bzw. Bakterien im Wasser, und im gegebenen Beispiel von einer verrottenden Grillen-Leiche, abgegeben wird.

Dank Korkstopfen statt Watte konnte nicht genügend CO2 nach außen entweichen und kein Sauerstoff nach innen gelangen.

Kohlendioxid ist ein hervorragendes Mittel zur Betäubung von Insekten, die allerdings bei zu langer Einwirkung oder zu hoher Konzentration sterben.

Warnung: Kohlendioxid ist schwerer als Luft. Es sammelt sich am Boden aller bis zum oberen Rand luftdicht gestalteten Formikarien an, also in Aquarien oder komplett verklebten Plexiglasbehältern, Farmen etc.. Abhilfe schafft z. B. eine am Boden oder in Bodennähe eingeklebte Drahtgaze, die ameisendicht ist, aber das Kohlendioxid entweichen lässt. Ein kleiner Ventilator kann ebenfalls die Beckenluft so verwirbeln, dass keine Gefahr besteht. Das Heizen oder Anstrahlen einer Formikariumswand erzeugt an dieser (außen und innen) einen aufwärts gerichteten Warmluftstrom, der ausreicht, das Kohlendioxid von der Bodenoberfläche nach oben mitzunehmen.

Schimmel und durch Bakterieneinwirkung faulende Futterreste erzeugen erhebliche Mengen CO2, ganz abgesehen von üblen Düften.