Hausameisen

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Schwärmende Ameisen in einem Haus

Der Begriff der "'Schadameise"' (oder Hausameise) entstammt der Tatsache, dass Ameisen in Haus und Garten meist weniger gern gesehen sind. Besonders einige Arten der Wegameisen gelten oft als Schädlinge, da z. B. die Schwarze Wegameise auf der Suche nach zuckerhaltiger Nahrung auch manchmal in Wohnräume vordringt. Ihre Bautätigkeit in den Fugen von Gehwegplatten ist dagegen eher lästig als schädlich zu bezeichnen.

Wegameisen ernähren sich zum großen Teil vom Honigtau der Blattläuse. Um diese Nahrungsquelle zu erhalten, schützen die Ameisen die Blattlauskolonien, indem sie Fressfeinde bekämpfen und vertreiben. Ein wesentlich ernsterer Schädling ist die weltweit verschleppte Art Monomorium pharaonis (Pharaoameise). Sie baut ihre Nester in versteckte Ritzen in menschlichen Behausungen und ist nur schwer zu bekämpfen. Einige Arten, speziell Rossameisen (Camponotus sp.), bauen ihre Nester im Totholz und können dadurch auch als Holzschädlinge auftreten.

Hierbei kann zwischen mehreren Ebenen der Schädigung unterschieden werden, die sich nicht gegenseitig ausschließen:

  • das Auftreten der Tiere als Lästlinge, z. B. bei einem Picknick im Grünen oder im eigenen Garten; hier kommen alle Arten in Frage, die sowohl verbreitet als auch einigermaßen volkreich sind (Lasius niger, Myrmica rubra)
  • die gesundheitliche Schädigung durch Stiche (Myrmica rubra, Solenopsis invicta), Ameisensäure (besonders bei großen Formica-Arten) oder die Übertragung von Krankheitserregern (Monomorium pharaonis)
  • kleinräumig entstehender finanzieller Schaden, beispielsweise die Schädigung von Holzbalken im Dachstuhl als "Hausameise" (Camponotus sp., Lasius brunneus)
  • die Veränderung von Ökosystemen durch invasive Arten


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Liste von häufigen "Schadameisen" in Mitteleuropa

  • Camponotus herculeanus und
  • Camponotus ligniperdus werden bei gehäuftem Auftreten in Wäldern als Forstschädlinge angesehen; können auch Bausubstanz (Dachbalken z. B.) schädigen
  • Lasius brunneus nistet in totem und lebendem Holz und kann darin weitere Gänge anlegen
  • Lasius emarginatus siedelt fast nur in beispielsweise durch Pilze vorgeschädigtem Totholz oder in Hausmauern
  • Monomorium pharaonis tritt als Hygieneschädling in Krankenhäusern und Pflegeheimen auf und kann dort Krankheitserreger übertragen. Lästig bis unhygienisch sind Vorkommen in Nahrungsmittel-verarbeitenden Betrieben (Gaststätten, Bäckereien, Konditoreien, Fabriken für Süßwaren etc.), in Wohnhäusern und größeren Wohnanlagen. Selbst Wäschereien können befallen sein.

[Bearbeiten] Invasive Arten

Hauptartikel: Invasive Arten

Hier sollen nur die wichtigsten Arten erwähnt werden, diese wären:

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

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