Bodenbeschaffenheit

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"Welcher Boden ist der Beste?"

Es gibt wie so oft keine Pauschalantwort, bei großen Arten kann man z. B. sogar den feinkörnigen Sand benutzen(keinen Vogelsand, da der sehr oft chemisch behandelt ist), während kleinere Ameisen sich auf diesen nur schwerlich fortbewegen können. Gut eignet sich normale Erde, grober Sand oder kleine Kieselsteine. Man muss nur darauf achten, dass der Boden trocken bleibt, damit die Ameisen sich nicht darin eingraben. Ein weiterer Nachteil bei losem Untergrund ist die Tatsache, daß die Ameisen den Sand gerne in das Nest (z. B. Ytongnest) bringen und anschließend die Scheiben von Innen zubauen. Dadurch kann das Verhalten im Innern des Nests nicht mehr beobachtet werden.

Wer sich für eine kleinere Art, z. B. Lasius niger entschieden hat, trotzdem jedoch einen feinen und hellen Sand als Untergrund benutzen möchte hat mehrere Möglichkeiten dies zu realisieren:

  • Am einfachsten ist es wohl Sand mit Tapetenkleister anzumischen. Dabei wird aus einem Teil Wasser der Kleister angerührt. Wenn Dieser gebrauchsfertig ist, wird die gleiche Menge Sand hinzugegeben. Anschließend wird das Ganze gut verrührt sodaß die gesammte Masse feucht ist. Diese feuchte Masse wird nun auf dem Formikariumboden verteilt. Es lassen sich sogar Hügellandschaften modellieren. Der Nachteil dieser Methode ist die relativ lange Trockenphase der Masse.

Ein weiterer Nachteil von Tapetenkleister ist, dass er aus organischem Material besteht und bei längerer Feuchtigkeit schimmelt.

  • Auch ist es möglich sich eine Styroporplatte zurechtzuscheinden und diese dann mit Sprühkleber oder Silikon zu beschichten. Anschließend wird Sand aufgestreut und leicht angedrückt sodaß es kleben bleibt. Nachteil: Es bleiben nicht alle Sandkörner kleben, sodaß diese Später doch in das Nest eingetragen werden können.
  • Oft wird auch der Grund eines Formicariums mit Gips oder einer Mörtel-/Spachtelmasse ausgegossen. Anschließend wird, wie oben bereits beschrieben, der feine Sand aufgestreut und angedrückt. Nachteil: Wie oben schon beschrieben bleiben hier auch nicht alle Sandkörner kleben.

Soll der Boden zum Buddeln geeignet sein, so empfiehlt sich oft eine Mischung verschiedener Substrate. Besonders geeignet ist ein 1:2 Lehm-Sandgemisch. Es ist drauf zu achten, daß der jeweilige Substrattyp gut Feuchtigkeit aufnehmen kann. Die Substrate kann man entweder der Natur entnehmen (wegen Milben und Parasiten vorher abkochen oder bei 200°C für 10 min im Backofen sterilisieren) oder im Fachtiergeschäft erwerben.