Ameisenstiche

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Man unterscheidet Ameisenbisse und Ameisenstiche. Ameisen können im allgemeinen mit ihren Kiefern (Mandibeln) beißen. Nur die Angehörigen der Unterfamilie Schuppenameisen - darunter Waldameisen, Wegameisen, Rossameisen - spritzen ein Giftsekret auf den Angreifer, entweder über einige Entfernung, oder aber direkt auf die Bissstelle. Als wirksame Substanz enthält das Sekret die Ameisensäure. Ebenso wie die Dolichoderinae haben die Formicinae den Wehrstachel reduziert (zurückgebildet).

Bei keiner Unterfamilie außer den Formicinae enthält das Gift Ameisensäure. Die Knotenameisen (Myrmicinae: Rote Knotenameisen, Rasenameisen, Diebs- und Feuerameisen u.v.a.) und die Urameisen (Ponerinae) haben Giftsekrete, die chemisch den Giften von Bienen und Wespen näher stehen. Wie bei diesen werden die Gifte auch von den Ameisen mit einem Wehrstachel in den Körper injiziert.

Die Wirkung der Gifte ist von Art zu Art verschieden, aber auch für die einzelne Art finden sich ganz erheblich unterschiedliche Angaben. So ist Paraponera clavata (eine sehr große Ponerine aus Süd- und Mittelamerika) als "Bullet ant" bekannt, deren Stich ebenso schmerzhaft ist wie eine Gewehrkugel (engl. "bullet"). Es wird von zuverlässiger Seite [1] berichtet, dass der Stich "ausgewachsene Männer zum Schreien bringt" und dass er drei Tage Bettlägerigkeit zur Folge haben kann. Von Händlern, die diese Art in Deutschland verkaufen, wird ihr Stich als eher harmlos beschrieben: "Hat einen Giftstachel, benutzt ihn aber nur bei Gefahr oder Nestzerstörung. Stich schmerzhaft wie Bienenstich."

Variable Folgen von Ameisenstichen[Bearbeiten]

Pustel mit Wundwasser nach einem Stich von Myrmica sp. an der Hand

Immer wieder gibt es in den Ameisenforen Auseinandersetzungen darüber, wie schmerzhaft, gefährlich oder harmlos die Stiche von Ameisen sein sollen. Besonders weit gehen die Meinungen zu den Stichen der „24-Stunden-Ameise“ (Paraponera clavata), der Myrmecia-Arten und der Feuerameisen (Solenopsis invicta) auseinander.

Von schrecklichen Schmerzen, u.U. mit Todesfolge (bei Feuerameisen nachgewiesen), bis „harmlos wie ein Bienenstich“ (für Paraponera behauptet), „nicht schlimmer als Myrmica“ (für Feuerameisen) reichen die jeweils mit Überzeugung vorgetragenen Einschätzungen.

Trivial ist, dass die Arten unterschiedlich „giftig“ sind, dass kleinere Exemplare derselben Art meist weniger Gift enthalten als größere, und dass Menschen unterschiedlich empfindlich auf die Stiche reagieren.

Was nicht bedacht wird: Eine Ameise hat einen bestimmten Giftvorrat in ihrer Giftblase. Wenn dieser erschöpft ist, dauert es einige Zeit (Tage), bis wieder neues Gift synthetisiert ist.

Es macht also einen gewaltigen Unterschied, ob man von einer Myrmecia oder einer Paraponera den ersten Stich eines Tieres mit voller Giftblase abbekommt, oder einen zweiten, dritten, wenn schon weniger oder kaum noch Gift vorhanden ist!

Gerne wird das Beispiel der Amazonas-Indianer zitiert, die eine Anzahl Paraponera-Arbeiterinnen in Handschuhe füllen (angeblich sogar „einweben“), in die dann junge Männer als Initiationsritual ihre Hände stecken müssen, ohne Anzeichen von Schmerz zu zeigen.

Zitat aus einem Forum: „Das zeigt doch ganz eindeutig, dass der Stich nicht so gefährlich und schmerzhaft ist, wie oftmals beschrieben.“

Hier wurde nicht bedacht, dass die Ameisen bei der Prozedur des Fanges und Einbringens in den Handschuh sicher den größten Teil ihres Giftes bereits in das Material der Handschuhe oder in die zum Einfangen benutzten Hilfsmittel abgegeben haben. Die zahlreichen Stiche dürften dennoch schmerzhaft sein, aber sicher nicht so, als wenn der Kandidat die volle Dosis aus den Giftdrüsen von 20 und mehr dieser Ameisen abbekommen würde.

Zur Verdeutlichung: Sicher hat der eine oder andere bereits einmal von einer Wespe, die sich z.B. ins T-Shirt verflogen hat, mehrere Stiche nacheinander abbekommen. Der erste schwillt am stärksten an und ist am schmerzhaftesten. Der zweite hat bereits eine geringere Wirkung, und der dritte ist zwar auch noch spürbar, aber meist nur noch als ein Pieksen ohne länger anhaltende Folgen.

Persönliche Erfahrungsberichte über Ameisenstiche[Bearbeiten]

(siehe auch Diskussion dieser Seite)

Alfred Buschinger[Bearbeiten]

Den Stich von Myrmecia gulosa (australische Myrmeciinae) empfand ich als schmerzhaft wie etwa einen Hornissenstich. Schmerz und Schwellung am Fuß gingen nach etwa einer Stunde zurück, bei Kühlung in kaltem Bachwasser.

Kürzlich hatte ich Gelegenheit, die Reaktion auf Stiche der einheimischen, sehr kleinen Rasenameisen (Tetramorium impurum) fotografisch zu dokumentieren. Während der Entnahme einiger Arbeiterinnen der Sklavenhalter-Art Strongylognathus alpinus (Abb. 1) gelang es Arbeiterinnen der Sklavenart Tetramorium impurum mich in die rechte Armbeuge zu stechen. Der Schmerz erinnert in etwa an den durch eine Brennnessel hervorgerufenen. Bild 2 und Bild 3 zeigen die unmittelbar, d.h. innerhalb weniger Minuten, auftretenden geröteten Schwellungen. Juckreiz und Quaddeln verschwinden nach ca. 6 Stunden fast völlig. Etwa 24 Stunden später tritt erneut ein leichter Juckreiz auf, der aber ebenfalls bald wieder verschwindet. Weitere Folgen waren nicht erkennbar.

Dies ist eine ganz normale Reaktion auf die Stiche der Rasenameise (ich bin nicht allergisch). Die erheblich größeren Roten Knotenameisen (Myrmica spp.) rufen eine ähnliche, etwas stärkere Hautreaktion hervor. Insbesondere können sie die menschliche Haut nicht nur an besonders weichen Stellen (Armbeuge, Innenseite des Handgelenks, zwischen Fingern oder Zehen) durchdringen, sondern auch in normalen Bereichen.

Die deutlich größere Manica rubida sticht nach eigener Erfahrung wiederum etwa so heftig wie eine Hornisse. Obwohl auch hier der Schmerz relativ rasch nachließ, war ein betroffener Fuß über mehrere Stunden stark angeschwollen, so dass es unmöglich war, einen Wanderstiefel darüber zu ziehen.

Besonders gefährlich können Stiche im Mund- und Rachenbereich werden. Dies geschieht zum Glück nicht allzu häufig, aber eine Myrmica könnte man schon mal beim Picknick verschlucken, wenn sie sich etwa unter süßem Gebäck oder Obst zu schaffen macht. Mir selbst gelang das Kunststück bei ungeschicktem Umgang mit einem Exhaustor (Saugrohr zum Einsammeln kleiner Insekten). Eine Myrmica rubra stach mich irgendwo im Bereich des Zäpfchens. Die unmittelbare Empfindung war die von lokal begrenzter eisiger Kälte. Der Rachenbereich schwoll an, meine Stimme wurde "piepsig", und das Atmen fiel schwer. Das Ganze geschah auf einer Exkursion mit rund 20 jungen Studierenden. So musste ich halt weiter dozieren. Zum Glück gingen Schwellung und Atembeschwerden bereits nach wenigen Minuten wieder zurück, so dass eine ärztliche Behandlung sich erübrigte. Unbekannt ist, ob die Ameise beim Stich ihre volle Ladung Giftsekret entleert hatte. Insbesondere für Allergiker empfiehlt sich also eine gewisse Vorsicht im Umgang mit solchen Ameisen.

Abb. 1: Nest des Sklavenhalters Strongylognathus alpinus mit der Wirtsart Tetramorium impurum. Die sehr große Kolonie bewohnte den gesamten Steinhaufen. Foto 29.07.05, 9:39, bei Zermatt.

WallisUrlaub4.jpg

Abb. 4: Ein Größenvergleich der im Text genannten Arten:

1 - eine große Pachycondyla sp., Südamerika. ST: Stachel

2 - Myrmecia sp. (eine der größten Arten); Australien, New South Wales. Dieses Exemplar lag scheintot als "Beute" im Nest einer viel kleineren Rhytidoponera sp. Beim Herausnehmen stach mich die "Leiche" in den Daumen.

3 - Manica rubida; einheimische Art, Stich nach meiner Erfahrung etwa wie der einer Hornisse.

4 - Myrmica rubra; einheimische Art. Eine solche stach mich in den Rachen (vgl. Text).

5 - Tetramorium impurum; einheimische Art. Sie verursachte die in obigen Bildern gezeigten Quaddeln.

Anmerkung: Die bisher als Tetramorium impurum bzw. T. caespitum bezeichneten Ameisen gehören zu einer Gruppe von mindestens 7 verschiedenen Arten, die morphologisch nur schwer zu unterscheiden sind. "Tetramorium cf. impurum" bedeutet also, dass es sich um eine Art aus dieser Gruppe handelt. Da aus Hochgebirgslagen (2.000 m!) bisher nur T. impurum bekannt war, besteht eine recht hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich bei der hier behandelten Spezies tatsächlich um T. impurum gehandelt hat. Per e-mail hat Herr Dr. Seifert kürzlich (Oktober 2007) bestätigt, dass die Tiere auch nach der neuen Systematik zu T. impurum zu rechnen sind. Eine DNA-Analyse zur Absicherung steht noch aus. Für eine weitere in den Alpen verbreitete Tetramorium-Art aus der T. caespitum/T. impurum-Gruppe wird in absehbarer Zeit ein gültiger Name veröffentlicht werden.

(A. Buschinger, 27.10.2007)

Bilderbericht über Pachycondyla apicalis[Bearbeiten]

Hier gibt es einen Bild-Bericht über die Folgen des Stiches einer Pachycondyla apicalis:

http://www.eusozial.de/viewtopic.php?f=14&t=629&sid=1caab934ccb7947c400f55600e9f6bc8

Stichdokumentation von Myrmecia desertorum[Bearbeiten]

Ein Bericht über einen absichtlich herbeigeführten Stich durch Myrmecia desertorum: http://www.ameisenforum.de/exotische-ameisenarten/41940-sticherfahrungen-von-beim-berliner-ameisenstammtisch-4-12-2010-a.html

Mit Video: http://www.youtube.com/watch?v=szfqGTVEQZo

Kommentar und Fragestellung zu dem Video:

Die Myrmecia versucht sichtlich, sich nach dem Einstich zu befreien, zieht in verschiedenen Richtungen, wobei sie um den Stachel rotiert, den sie anscheinend nicht einfach heraus ziehen kann. Leider endet das Video, bevor sie freikommt.

Das ist absolut bemerkenswert und m. E. von dokumentarischem Wert!

Normalerweise kommt etwa eine Wespe, sticht und ist wieder weg. Eine Honigbiene bleibt etwas länger und fliegt dann ab, wenn der Stachelapparat herausgerissen ist. – Meistens schlägt man drauf, oder wischt den Angreifer möglichst schnell weg, so dass genauere Beobachtungen selten gemacht werden.

Das Verhalten der Myrmecia im Video sieht so aus, als ob ihr Stachel in der Haut festgehalten würde! Mehr noch: So ein Stachel besteht neben den Führungsteilen (die nicht mit eingestochen werden) aus zwei langen, miteinander verfalzten Rinnen, die wie Blätter zweier Stichsägen nebeneinander, aber gegenläufig arbeiten. D.h. sie sind in Längsrichtung gegeneinander verschiebbar, aber dank der Verfalzung bilden sie eine Röhre, durch die das Gift in die Wunde gedrückt wird (ist also nicht mit der starren Kanüle einer Injektionsspritze vergleichbar!).

Wenn ich mir einen solchen Apparat vorstelle, der in der Wunde feststeckt, so wird bei der Drehbewegung der Ameise entweder das gesamte Rohr wie ein Schraubendreher bewegt (wobei schwer vorstellbar ist, dass es dann nicht herauszuziehen ist), oder die beiden Teile werden umeinander verdrillt, oder die Drehung wird im Bereich der Gasterspitze, an der kompliziert gebauten muskulös-chitinösen Basis der Stechborsten durch Verdrillung kompensiert.

Eine rege Diskussion um den Stachelapparat hat sich hier entwickelt: http://www.ameisenforum.de/exotische-ameisenarten/41940-sticherfahrungen-beim-berliner-ameisenstammtisch-4-12-2010-a.html Etliche Links führen zu interessanten Veröffentlichungen und Bildern zum Bau des Stachelapparates. 84.167.93.171 16:40, 5. Dez. 2010 (CET)

Gerhard Kalytta[Bearbeiten]

Es ist bekannt, dass Allergiker durch einen Bienenstich sterben können. Trotzdem, dass ein Bienenstich bei den meisten Menschen schmerzhaft ist, in der Regel an der Einstichstelle anschwillt und dem Durchschnittsmenschen für einige Stunden ein unangenehmes Brennen und jucken verursachen kann, sind Fälle mit Allergien oder gar Todesfolge äußerst selten.

Da ich selber seit Jahrzehnten Kontakte mit Ameisen habe und infolgedessen von Hunderten von Ameisen verschiedener Arten gebissen und auch gestochen wurde, möchte ich ein paar eigene Erfahrungen weitergeben.

Erste Ameisenstiche erfuhr ich als Kleinkind in der Vorschulzeit mit Myrmica rubra und Tetramorium. Inzwischen waren es viele andere verschiedene Ameisenarten mit deren Stichen und Auswirkungen ich Bekanntschaft machte, ich möchte aber nur ein paar hiervon mitteilen, vor allem aber meinen letzten Fotobeleg von dem Stich von Myrmecia pavida.

Stiche von Myrmica rubra, Manica rubida und Tetramorium verursachten bei mir einen vorübergehenden Juckreiz (ähnlich wie bei Brennnesseln) mit leichter Quaddelbildung. Bei ca. Hunderten von Stichen von Manica rubida an Füßen und Beinen, bzw. Händen und Armen (ich trug Sandalen und kurze Hose und untersuchte deren Nester), bekam ich für einige Stunden an den beschriebenen Einstichstellen diese Quaddelbildung und einmalig in meinem Leben ein vorübergehendes leichtes "Ziehen" in der Herzgegend. Ähnliche Erfahrung machte ein mir befreundeter Ameisenwissenschaftler bei gleicher Ameisenart und Stichhäufigkeit.

Pseudomyrmex: Stiche verschiedener Pseudomyrmex und Tetraponera waren unangenehm, beim Einstich mit brennendem Schmerz und danach ein Jucken für ein paar Stunden. Ponerinen: Stiche von verschiedenen Pachycondyla waren in der Regel kurzzeitig schmerzhaft (gleich einem Nadelstich), aber nicht anhaltend. Am schmerzhaftesten (bei Pachycondyla) empfand ich den Stich von Pachycondyla tridentata (schäumende Ponerine aus Südasien), wo ich nach ein paar Stunden noch ein Jucken an der Einstichstelle empfand. Auch viele Odontomachusarten können unangenehm stechen (wie heiße Nadeln), aber (bei mir) ohne Langzeitwirkung.

Wichtig ist mir die "Sticherfahrung" mit Paraponera clavata, da es (nach meinen eigenen Erfahrungen) hierüber recht überzogene Berichterstattungen gibt. Vier mal wurde ich bisher von Paraponera clavata (immer in freier Natur) gestochen. Alle Einstiche waren einmalig, dass heißt, dass sie vorher nirgends gewisse Giftmengen an Gegenständen oder Personen verbraucht hatten. Hinzufügen möchte ich auch, dass die Tiere nur nach intensiven Neststörungen (bei mir) bereit waren zu stechen. Der erste Stich von Paraponera geschah an einem Finger der rechten Hand. Nach allen mir bekannten Beschreibungen erwartete ich Fieber oder Lähmungserscheinungen und wollte deshalb schnell den Regenwald verlassen, da ich alleine dort war. Schnell wurde es mir auch am Körper kurzzeitig heiß (infolge des Schrecks und meiner entsprechenden Erwartungshaltung). Trotzdem entschied ich mich im Wald zu bleiben, um nicht den Rest des Tages zu "verschenken".

Der Einstich von Paraponera war schmerzhaft wie ein Bienenstich. Der Finger wurde heiß und ich spürte eine Zeit lang ein Pochen darin. Alles weitere war danach wie nach einem Bienenstich. Cirka nach einer Stunde war die Hand gut durchblutet und kühlte dann nach und nach ab. Vielleicht hatte ich aber durch die vielen Ablenkungen im Regenwald weniger auf die Auswirkungen des Stiches geachtet. Um es nicht in die Länge zu ziehen: Danach hatte ich dann nochmals drei Paraponerastiche, einen in der Hand, einen im kleinem Zeh (ich war barfuß in Sandalen) und einen in der Nierengegend, da sich eine Paraponera unter mein Hemd verirrt hatte und nicht weiter konnte. Alle Stiche hatten ähnliche Auswirkungen wie der erste beschriebene Stich. Der Stich in der Nierengegend war allerdings am meisten (örtlich) angeschwollen, da ich das stechende Tier erst nach Entkleiden des Hemdes befreien konnte und es bis dahin ständig in seiner Not sein Gift injizierte.

Myrmecia: Von verschiedenen Myrmecia-Arten wurde ich vielleicht ca 50 mal gestochen (sie sind sehr schnell bereit zu stechen durch ihr gutes Sehvermögen und der sofortigen Abwehrbereitschaft). Alle Einstiche empfand ich wie eine kurze Spritze beim Arzt, danach noch ein kurzzeitiges Brennen aber ohne längere Wirkung. (ähnlich empfand es ein mir befreundeter Ameisenwissenschaftler, welcher eine Kolonie von mir kurzzeitig für eine Filmaufnahme pflegte und dabei seine ersten Sticherfahrungen mit Myrmecia machte). Der meistens sehr schnelle Einstich bewirkt zuerst einen Schreck, wobei man sofort von den Tieren zurückschnellt, was ja wohl auch die Absicht dieser Tiere ist.

Ein paar Fotos, wobei ich in Bildern den Stich mit seinen Auswirkungen an einer Hand dokumentieren wollte, sind in diesem Beitrag zu sehen. Ich muss hinzufügen, dass der dokumentierte Stich die stärksten Auswirkungen (von Myrmecia) bei mir hervorrief, sicherlich weil ich das Tier für etliche Fotoaufnahmen festhielt und es währenddessen unentwegt sein Gift in den Finger injizierte. Das erste Foto zeigt die Myrmecia in der Stellung, wie sie ihren Stachel noch im Finger hatte (auf dem Foto schlecht zu sehen), welchen sie ohne meine Hilfe schwer herausziehen konnte.

Stich von Myrmecia in den Finger. Auf dem ersten Bild ist der Stachel zu erkennen (siehe Großansicht). Der komplette Einstichvorgang dauerte ca. 1,5 Minuten

Ich möchte den Beitrag nicht weiter verlängern, einiges sieht man auf den Fotos (mit Zeitangabe) selber. Sicherlich reagiert jede Person anders auf Ameisenstiche und es ist auch noch von Bedeutung an welcher Körperstelle die Ameisen stechen, aber trotzdem hoffe ich, dass dieser Beitrag vielleicht manche überzogenen Darstellungen korrigieren kann, bzw. aufzeigen kann, dass die Körperreaktionen verschieden sind und nach meiner persönlichen Meinung auch verstärkende Auswirkungen haben können, bei hysterisch reagierenden Personen diesen Tieren gegenüber. (Bei Unklarheiten stehe ich gerne zur Verfügung)

Zeigt den Finger nach dem Stich bzw. 10, 30, 60, 120 Minuten sowie 12 Stunden nach dem Einstich.

-- Gerhard Kalytta 00:27, 21. Feb 2008 (CET)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ^ welcher?